#08 Ascolta Akousmatische Hörstunde

Institut für Computermusik und Soundtechnologie / (ICST) Zurich University of the Arts


#08 ascolta Akousmatische Hörstunde

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Dienstag, 24. Oktober 2023, 18:00

  • Toni-Areal,
  • ICST-Kompositionsstudio (3.D02, Ebene 3)
  • Pfingstweidstrasse 96,
  • 8005 Zürich

Freier Eintritt


La Canción de la Tierra

Mesias Maiguashca Artist in Residency am ICST: 2018 | 28. Februar – 1. März 2019 | 25. April – 26. April 2019 | 2020


La Canción de la Tierra (eine audiovisuelle Komposition 2017-2020)

Idee und Musik: Mesias Maiguashca, Video: Carlos Poete. Audio-Ambisonics-Technik: Johannes Schütt.

Dieses Werk wird heute als ‘Cinema pour l’oreille’ ohne das Video gespielt!


Mesias Mesias Maiguashca 1938 in Quito, Ecuador geboren, am 24. Dezember studierte Mesías Maiguashca am Conservatorio de Quito, der Eastman School of Music (Rochester, N.Y.), dem Instituto di Tella (Buenos Aires) und an der Musikhochschule in Köln. Er realisierte Kompositionen im Studio für Elektronische Musik WDR (Köln), dem Centre Européen pour la Recherche Musicale (Metz), IRCAM (Paris), Acroe (Grenoble) und ZKM (Karlsruhe) und unterrichtete in Metz, Stuttgart, Karlsruhe, Basel, Sofia, Quito, Cuenca, Buenos Aires, Bogotá, Madrid, Barcelona, Györ und Szombathely (Ungarn), Seoul (Südkorea) und seine Werke wurden auf den wichtigsten europäischen Festivals präsentiert. Maiguashcas war Professor für Elektronische Musik an der Musikhochschule Freiburg von 1990 bis zu seiner Pensionierung 2004. Zusammen mit Roland Breitenfeld gründete er das K.O.Studio Freiburg 1998, eine private Initiative zur Praxis experimenteller Musik. Er lebt seit 1996 in Freiburg. www.maiguashca.de


Das erste Mal, als ich Das Lied von der Erde von Gustav Mahler hörte (ungefähr vor 30 Jahren, als Student, bereits in Europa), beschloss ich, auch ein Lied der Erde zu komponieren, ein Canción de La Tierra. Natürlich sollte meine Komposition anders klingen. Wir wissen, dass unsere Geschichte, amerikanische Geschichte, nicht mit der “Entdeckung” und Eroberung durch Europäer beginnt. Wir wissen gut, dass die Übereinanderschichtung europäischer Kultur auf amerikanische Kultur sie an den Rand der Zerstörung und des Verschwindens brachte. Europäische Philosophie, Religion und Lebensweisen wurden zur Norm des amerikanischen Lebens, und in vielen Aspekten sind sie es noch immer. Aber ich denke, dass es einen spezifisch andinen Weg gibt, die Welt zu verstehen. Ich kann ihn sicherlich nicht beschreiben, geschweige denn erklären. Kann man ihn klingen lassen?

Die Komposition La Canción de la Tierra, für ein Ensemble andiner Instrumente, für ein Blasensemble, einen Chor von 6 Frauen und 6 Männern sowie zwei Gruppen von “Klanggegenständen” aus Holz und Metall, die ich selbst entwarf, wurde 2013 in Quito uraufgeführt. Leider konnte das Konzert aufgrund der technischen und musikalischen Komplexität nicht zufriedenstellend dokumentiert werden. Aus diesem Grund entwarf ich die hier beschriebene audiovisuelle Komposition als Erinnerung. Es ist keine Dokumentation des Konzerts; es ist ein autonomes Werk. Der Soundtrack basiert weitgehend auf der ursprünglichen Aufnahme des Konzerts. Die Audio-Version mit Ambisonics-Technologie wurde im Studio des ICST/ZHdK (Zurich University of the Arts) realisiert, Tonmeister Johannes Schütt.


La Canción de la Tierra besteht aus 14 canciones: Canción del ser, canción del ruido cósmico, canción del hanan-pacha, canción de la papa, canción del agua, canción del granizo, canción de la brisa, canción del estar, canción del kay-pacha, canción de los guacamayos, canción del uku-pacha canción del paisaje seco, canción de la cordillera, canción del amanecer.


La Canción de la Tierra ist eine Meditation und ein Lied der Ehrfurcht und Dankbarkeit zur Natur, zur Mutter Erde, zur Pachamama.


Zitiert von der Website von Mesias Maiguashca (2022)


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